Weihnachtsgedichte

Die Weihnachtsbäume

Geschmückter Weihnachtsbaum hinter Tor.

Weihnachtsbaum in abendlicher Stimmung

Ode an den Tannenbaum. Den Weihnachtsbaum schmücken, das kann doch jeder. Aber hat schonmal jemand seinem Tannenbaum ein Gedicht aufgesagt? Zahlreiche Gedichte rund um die Weihnacht sind im Volksmund verbreitet und gerade zu Weihnachten sehr beliebt.
Hier haben wir Euch ein kleines Gedicht über “Die Weihnachtsbäume” von Gustav Falke,über dass sich Euer Tannenbaum sicher freut.

Die Weihnachtsbäume

Nun kommen die Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
weiter beim Laternenschein?

Konnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns alles erst erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Da stehn sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht recht trauen,
es muß doch was im Werke sein.

Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn,

dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.

Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt;

als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müßte so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.

Gustav Falke 1853 – 1916

Kommentar (1)

  • LuckySun am 09.12.2009 um 10:00 Uhr

    sagt mir auch nix