Wasserstoffperoxid Haut
Katja Gajekam 26.01.2018

Wasserstoffperoxid ist seit Jahrzehnten das Mittel, mit dem wir unsere Haare aufhellen. Hättest du gedacht, dass die chemische Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff auch eine besondere Wirkung auf deine Haut haben kann? Wunden, Pickel oder Herpes sollen dadurch schneller abheilen. Was ist dran an diesen Versprechungen, brauchen wir ab jetzt bei Hautproblemen nur noch zu diesem Mittelchen zu greifen und können all die teuren Cremes entsorgen?

Wasserstoffperoxid: Das sind seine Vorteile

Wasserstoffperoxid ist ein altbewährtes Hausmittel, das du dir unbedingt zulegen solltest. Du kannst damit Oberflächen reinigen, Flecken entfernen und es vor allem vielfach am Körper anwenden – nicht nur an den Haaren! Vor allem bei Hautproblemen und Wunden ist es besonders wirkungsvoll: Wenn es mit der Haut in Berührung kommt, zerfällt das Wasserstoffperoxid wieder in seine beiden Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff. Letzterer verhindert, dass Bakterien und Keime an der behandelten Stelle überleben, ein willkommener Effekt, wenn es um Entzündungen wie Pickel geht. Somit ist H2O2 ein ganz natürliches antibakterielles Mittel und in kleinen Mengen nicht schädlich.

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid hat eine antiseptische Wirkung.

Wasserstoffperoxid-Anwendungen auf der Haut

Du kannst eine dreiprozentige Wasserstoffperoxid-Lösung in jeder Apotheke kaufen und für deine Zwecke nutzen. Wenn es höher konzentriert ist, wirkt es ätzend und ist nicht für die Haut geeignet. Wasserstoffperoxid ist bereits oft in kleinen Mengen in Cremes gegen Akne enthalten, als Lösung angewendet ist es jedoch weitaus günstiger. Du solltest das Fläschchen kühl und dunkel lagern und beim Anwenden aufpassen, dass es nicht an deine Kleidung oder sonstige Textilien kommt, schließlich kann Wasserstoffperoxid auch in geringer Konzentration eine bleichende Wirkung haben. Du musst dir jedoch keine Sorgen machen, bald mit hellen Flecken im Gesicht herumzulaufen, denn in dieser niedrigen Konzentration passiert auf deiner Haut nicht viel.

Wasserstoffperoxid gegen Pickel & Akne

H2O2 reinigt die Poren und kann daher Pickel, die ja nichts weiter als entzündete Poren sind, abheilen lassen. Besonders, wenn du gerade einen Pickel ausgedrückt hast, kann Wasserstoffperoxid die offene Wunde desinfizieren. Der Vorteil ist zudem, dass es nicht brennt. Auch unterirdische Pickel kannst du damit behandeln.

So geht’s: Tupfe die Wasserstoffperoxid-Lösung mit einem sauberen Wattestäbchen auf deine Pickel. Das kannst du ruhig öfter am Tag machen. Alternativ kannst du auch ein bis zwei Mal die Woche mit einem Wattepad und der Lösung über dein Gesicht oder die betroffene Körperstelle streichen. Anfangs kann deine Haut bei beiden Anwendungen leicht austrocknen, hier kannst du mit einem guten Feuchtigkeitsgel entgegenwirken (z. B. Aloe Vera gegen Pickel).

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Wasserstoffperoxid bei Wunden

Du kannst Wasserstoffperoxid auch bei verschiedenen Wunden verwenden, allerdings solltest du hier etwas vorsichtiger sein. Die chemische Verbindung ist besonders geeignet, um Schmutz und Belag von beispielsweise aufgeschlagenen Knien abzuspülen, doch wenn die Wunde dabei ist, abzuheilen, solltest du die Arbeit dem Körper überlassen.

So geht’s: Du kannst also auf eine frische Wunde die dreiprozentige Lösung H2O2 sprühen (einfach in eine Sprühflasche umfüllen) und so eine medizinische Wundreinigung vornehmen. Auch kleine Blutungen können so schneller gestoppt werden. Wage jedoch keine Experimente bei großen oder tiefen offenen Wunden, sondern gehe lieber zum Arzt.

Behandlung von Kniewunde

Frische Wunden lassen sich mit Wasserstoffperoxid bereinigen.

Weitere Anwendungen

  • Gegen Fußpilz: Vermische das Wasserstoffperoxid mit Wasser in einer Sprühflasche, sprühe es auf deinen Fuß und lasse es über Nacht einwirken. Täglich wiederholen.
  • Gegen Hornhaut: Mische die Wasserstoffperoxid-Lösung zu gleichen Teilen mit Backpulver und gib das Dreifache an Wasser hinzu. Weiche deine Füße 20 Minuten darin ein und schrubbe sie anschließend ab.
  • Gegen Herpes: Tupfe die Lösung mehrmals am Tag mit einem Wattestäbchen auf die Herpesbläschen.
  • Gegen Mückenstiche: Regelmäßig auf die Stiche getupft kann Wasserstoffperoxid dafür sorgen, dass das Jucken gelindert wird und Rötungen nach und nach verschwinden.

Mir war bisher noch gar nicht richtig bewusst, dass Wasserstoffperoxid so eine positive Wirkung auf die Haut haben kann. Ich erinnere mich allerdings an eine Akne-Creme aus Teenietagen, die Wasserstoffperoxid enthielt und von all den Präparaten meiner Meinung nach am besten gegen Pickel half. Hast du bereits Erfahrungen mit Wasserstoffperoxid auf deiner Haut gemacht? Mehr dazu kannst du mir gerne in den Kommentaren erzählen.

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/fizkes, iStock/Getty Images Plus/pedphoto36pm, iStock/Getty Images Plus/LiudmylaSupynska
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